Die Blechhauffa-Entstehungs-Story!
Es ist ja immer interessant und oft auch ein Zufall wie so eine Band entsteht. Was ist die Initialzündung? Jahrelanges Proben allein im Keller und dann treffen sich zufällig die Richtigen Leute zur rechten Zeit? Ich glaube eher nicht.
Oder vielleicht spielen mehrere studierte Musiker bereits zusammen, haben keine Lust auf ein Orchester und machen Ihr eigenes Projekt.
Bei uns trifft jetzt eher keines von Beiden zu. Allerdings war das auch eine ganz nette Geschichte.
Es gab da mal eine sogenannte Boaz´n in Herrsching (=Etablissement bzw. Bar, in der nicht unbedingt das Erscheinungsbild entscheidend ist, sondern der Spaß, Stimmung und die Getränke). In so einer Boaz´n stand anno 2003 Thomas B. aus E. und stellte dem Wirt in bierseliger Laune zu späterer Stunde die Frage: "Wann spielt denn in deiner Boaz´n mal eine gscheide Band?" Worauf der erwiderte: "Kennst eine?" Thomas B. aus E. antwortete kurz und trocken: "Ja mir." Was der Wirt zu dem Zeitpunkt nicht wusste, ist die Tatsache, dass "mir" bis dato nur aus einer Person bestand.
Die fünfte Jahreszeit nahte und der Wirt brauchte eine Live-Musik für sein Starkbierfest. Tja, jetzt telefonierte der Thomas mit ein paar alten Freunden, von denen er mal gehört hatte oder wusste, dass Sie ein Instrument spielen. Wie es der Deife mog, hat das von der Besetzung auch einigermaßen zusammengepasst.
Jetzt kommt der Teil mit dem Proben. Und vor dem ersten offiziellen Gig in der Boaz`n, kam es noch zu einem Geheim-Gig in Erling. Insider erzählen heute noch von dem Auftritt. Nun musste noch ein Namen her. Man sah sich so im Probenraum um und entdeckte, dass gar kein Wurzelholz anwesend war - was jeder gut fand. Ob das daran lag, dass keiner so ein Pfeiffen im Ohr hatte? Auf jeden Fall musste sich "Blech" im Namen wieder finden. Und weil ja die Band ein wild zusammengwürfelter Haufen ist, war der Name geboren:
Da Blechhauffa!
Nur der Ordnung halber: Der Name kam nicht durch eine Kopie zustande. Kreativität und Konzentrationsmittel in halben Liter Flaschen reichten aus.
Für die ersten Auftritte war natürlich noch Improvisation angesagt, v.a. was Technik, Outfit oder Repertoire angeht. Allerdings hatten wir gute Unterstützer und eingefleischte Musikanten als Starthelfer - "geh Arizona." Man merkte jeden den Ehrgeiz beim Musizieren und beim Rahmenprogramm an. Bis man schaut sind viele Jahre vergangen und es hat viele Entwicklungen gegeben. Saxophone und Showutensilien kamen und gingen. Sauplodern (=Posaunen) fanden Einzug und Trompeten wurden zu Flügelhörnern. Das Gesangsmikro wurde nicht nur zum Prosit singen verwendet. Die jetztige Besetzung harmoniert hervorragend - auf und neben der Bühne. Wichitg ist immer, dass die Interessen der Musikanten gleich sind und der Spaß nicht zu kurz kommt. Programm und Probenintensität werden immer einstimmig beschlossen. Über die Jahre kann man keine Verschleißerscheinungen verzeichnen, im Gegenteil, Spaß und Freude beim Musizieren und immer wieder neue Stücke lassen keine Langeweile aufkommen.
Wer heute den Blechhauffa bucht, bekommt eine authentische Blasmusik Combo, die von Geburtstagsfeiern bis Floßfahrten, von Starkbierfesten bis Hochzeiten, von Jubiläen bis Biergartenmusik Sie hervorragend gut unterhält. Klein, praktisch und sportlich - ein Programm von schöner Blasmusik bis zu modernen Titeln, die man nicht von 6 Blechbläsern und einem Schlagzeuger erwartet. Das Repertoire reicht mittlerweile für viele Stunden und Anläße. Zu Beginn wurden gerne auch einmal auswendige Augustiner-Kompositionen gespielt, wenn die Noten nicht ausreichten. Mittlerweile wird es schwierig alle Stücke einmal zu spielen. Wir sind gerne auch mal für eine Überraschung gut und präsentieren ein völlig neues Programm.
Lassen Sie sich überraschen und nehmen Sie die gute Stimmung vom Auftritt einfach mit!
Musikalische Grüße
Euer Blechhauffa